Mut zum Neuanfang

Trotz seines soliden Erfolges und der EVP-Position bei der PM-International AG (PM), wechselte Rainer Oehrlein, der eine neue Herausforderung auf sich nehmen wollte, im August 2010 zur Network World Alliance aus Ahlen. Doch diese Herausforderung sollte sich im Zuge der Schwierigkeiten bei der NWA später als unüberwindbar herausstellen. Nur einen Jahr später kehrt Oehrlein zur PM-International AG zurück. Der OBTAINER sprach mit Rainer Oehrlein über seine Beweggründe und seine Erfahrungen. Lesen Sie mehr im nachfolgenden Interview.

Herr Oehrlein, wir dürfen heute mit Ihnen über ein Phänomen sprechen, dass gar nicht so unüblich ist in der Network-Branche: Den Wechsel in ein anderes Unternehmen. Sie waren bei PM-International recht erfolgreich, hatten die Position eines Executive Vice President (EVP), konnten also mit einer Scheckhöhe rechnen, die viele Networker nicht annähernd erreichen. Trotzdem sind Sie zur NWA gewechselt?!
Ich bin im August 2010 zur NWA gewechselt. Ich war nicht direkt über die NWA gesponsert, sondern durch einen lieben Bekannten, den ich schon seit langer Zeit kenne.

Mit wem hatten Sie Kontakt von der NWA-Geschäftsführung? Wie war der Umgang und wie hat er sich später entwickelt?
Mit der Geschäftsleitung hatte ich zu Beginn keinen Kontakt. Dieser kam erst im Laufe der Zeit über die Seminare und anschließend auch über Mail und Telefon. Der Umgang war sehr freundlich und nett, vom Gefühl her auch Anfangs offen zu allen meinen Fragen. Dies hat sich jedoch im Laufe des Jahres 2011 sehr verändert und ist abgebrochen - bis auf das eine oder andere Seminar.

Die NWA haben Sie dann wieder verlassen und sind wieder zurück zu PM. Warum die Rückkehr zu PM und warum haben Sie die NWA nach nur einem Jahr verlassen?
Das waren einige Dinge, auf die ich gar nicht so eingehen möchte, es ist Vergangenheit und ich möchte hier keine schmutzige Wäsche waschen. Die Vorfälle im Team mit der NWA und mein Erklärungsbedarf wurden immer größer. Am Anfang konnte man noch sagen, es sind Anfangsschwierigkeiten, aber es wurde immer mehr und es häufte sich. Wir hatten über das Jahr ganze Listen zur Klärung an die NWA geschickt, auf die wir zum Großteil keine Antworten bekommen haben. Die Kommunikation und die Abläufe haben einfach nicht funktioniert.
Ich stehe vor dem Kunden und meinem Team als der Empfehlungsgeber, ich stelle die Firma und Produkte, die ich empfehle dar, und das möchte ich die nächsten Jahre mit gutem Gewissen weiterhin. Meine Kunden und Partner sind mir wichtig.


Wann kam die Gewissheit, hier stimmt etwas nicht? Das möchte ich so nicht mittragen?
Das war bereits im Frühling 2011, die Unstimmigkeiten sammelten sich, anschließend war es kurze Zeit besser, es kam noch Hoffnung ins Team. Im Juli/August habe ich dann meine Entscheidung getroffen. Im September nach einem Führungskräftetreffen in Ahlen war es dann endgültig, die Vorfälle haben sich gehäuft und ich konnte nicht mehr hinter der Firmenphilosophie und deren Abläufen stehen. Ich habe fristgerecht zum 31. Oktober gekündigt. Bis heute habe ich nicht mal eine Kündigungsbestätigung noch irgendein Schreiben von der NWA erhalten. Lediglich mein Sponsor hat natürlicherweise versucht, mich zu halten.

Wie fühlte sich das an? Was haben Sie gemacht?
Es war ein Loslassen und eine Erleichterung, diesen Schritt gemacht zu haben. Nach meiner Kündigung mussten weitere Entscheidungen fallen: Wie geht es weiter? Da habe ich mir ausführliche Gedanken gemacht. Zum einen wollte ich mein neues Bewegungskonzept weiter ausbauen, aber auch eine vernünftige, qualitativ hochwertige Nahrungsergänzung mit einem ganzheitlichen Konzept anbieten können. Dafür ist mir eine funktionierende und auch eine Firma mit guter Finanzbewertung, langfristiger Sicherheit und hoher Kundenzufriedenheit wichtig - und es sollte eine deutsche Firma sein.

Sie haben sich letztlich entschieden, wieder zurück zu PM zu gehen. Wie wurden Sie denn wieder aufgenommen? Was bedeutet Ihnen das heute, mit den Erfahrungen, die Sie gemacht haben?
Ja, seit 1. November 2011 habe ich wieder eine Beraternummer bei PM-International. Die Aufnahme war sehr freundlich und nett, von der Firmenseite wie auch von den Beratern. Die Erfahrungen, die ich im vergangenem  Jahr gemacht habe, waren hart. Es war aber auch einfach ein Schritt zur Weiterentwicklung, eine Lebenserfahrung die ich auch nicht missen möchte.

War das ein bisschen so wie ein Virus, den man einmal hatte und letztlich gestärkt daraus hervorgehen kann? Was sind heute Ihre Ziele, die Sie zusammen mit PM, dem neuen alten Partner erreichen wollen?

Virus hört sich ja schon sehr krank an, sicherlich haben einige gedacht, als ich von PM weg bin, jetzt ist er krank. Aber alles im Leben hat einen Grund, bringt einen auf seinem weiteren Lebensweg weiter. Ich jedenfalls freue mich, zurück zu sein, tolle Menschen zu treffen. Die Sicherheit auf pünktliche Provisionszahlungen zu haben und geregelte Abläufe - sowie die Sicherheit für mein Team. Zu meinen Zielen gehört es, ein gutes aktives Team aufzubauen und viele Menschen erfolgreich zu machen. Hierzu stelle ich natürlich mein Wissen und meine Erfahrung aus acht Jahren Network zur Verfügung. Dazu möchte ich alle einladen, die auch den Mut finden zu einem Neuanfang!

 

 

2012-01-19

Komentare: (1)
Raymond Appels hat folgendes geschrieben: Mut zum Weitermachen

Wie of hört man "du musst durchhalten"? Fehler gehören zum Lernprozess des Lebens und auch wenn man mal ein Unternehmen gewählt hat, in dem es nicht nach Wunsch läuft, man lernt andere nette Menschen kennen und findet sich zusammen.

Immer Kopf hoch und bereit sein, neues Wissen und neue Kontakte zu nutzen, um gemeinsam ein nächstes Level im Leben zu erreichen :-)

Liebe Grüße aus Viersen,

Raymond Appels (www.RaymondAppels.com)

erstellt am: 19.01.2012 - 12:01:27
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